Ernst Herbsts
unveröffentlichte Leserbriefe und erfolglose Appelle


Der Iran, das Uran ...

Am 02.09.2006 veröffentlichte die Magdeburger Volksstimme ganz im Zeitgeist eine Grafik "Irans Raketenprogramm. Die Bedrohungsblase "Irans Atomprogramm" wurde inzwischen weiter aufgeblasen, jede Woche wird - wenn auch nicht in den deutschen Massenmedien - ein neues Szenario für die Entfesselung des Krieges gegen den Iran publiziert, über die Bedrohung durch das abgereicherte Uran ist nach wie vor wenig zu hören oder zu lesen, wenn man nicht gezielt im Internet danach sucht.
Selbstverständlich wurde dieser Leserbrief nicht veröffentlicht.
E. Herbst. 01.10.2007


Die Karte "Irans Raketenprogramm" ist recht instruktiv, aber auch einseitig.
Da ich nicht verpflichtet bin, die Gefühle der Bundesregierung zu teilen wie den Hass auf den Iran und die unerschütterliche Liebe zu den USA und zu Israel interessiert mich angesichts des heraufziehenden Krieges gegen den Iran auch die Reichweite und die Ausstattung der Raketen dieser beiden Mächte, die diesen Krieg um jeden Preis wollen.

Über Israel z.B. ist bekannt, dass es schon im Jahre 2000 aus der BRD drei Delfin/Dolphin-U-Boote erhielt und erfolgreich Raketen mit einer Reichweite von 1.500 Kilometern testete. Die Schiffe wurden der israelischen Armee bekanntlich zur Hälfte von den deutschen Steuerzahlern geschenkt.
Es konnte nicht glaubhaft widerlegt werden, dass Israel diese U-Boote für den Abschuss von Harpoon-Raketen, bestückt mit Atomsprengköpfen, umgerüstet hat. Seinerzeit kamen Zweifel auf, ob die U-Boote den Persischen Golf und die Raketen Teheran erreichen könnten.
Dank deutschen Erfindergeistes und Profitstrebens kommen nun zwei weitere U-Boote nach Israel mit einer Reichweite von 4.500 km und einer "viel längeren" Tauchzeit. Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Kernwaffenfähigkeit der Boote bestritten. Das mag wohl stimmen, wenn die Boote die deutsche Werft verlassen...

Was aber die Atomwaffen betrifft, sind die Atomkriege auch ohne das bisher friedliche Atomprogramm des Iran längst ausgebrochen. Freilich sieht man keine Atompilze. Aber inzwischen verseucht das abgereicherte Uran (Depleted Uranium) aus der panzer- und bunkerbrechenden Munition, eingesetzt in den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak, möglicherweise auch jüngst gegen den Libanon, zusammen mit den radioaktiven Partikeln aus den früheren Atomwaffenversuchen die Atmosphäre mit einer Menge radioaktiver Stoffen, die 400. 000 Nagasaki-Bomben entsprechen.
Für den Krieg gegen den Iran wurde bereits die Munition mit abgereichertem Uran in einer neuen, das Leben der ganzen Menschheit bedrohenden Dimension produziert.

Beigefügt ein Interview mit der us-amerikanischen Geowissenschafterin Leuren Moret im Original (englisch) und in der deutschen Übersetzung "Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust".

Warum erhalten Leser der Volksstimme solche Informationen im Internet und nicht in ihrer doch nicht schlecht bezahlten Zeitung?


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Letzte Änderung 01.10.2007